DryFluid – Der Testbericht

Vorwort

Seit über 6 Monaten teste ich nun DryFluid auf Herz und Nieren – lange genug um endlich ein aussagekräftiges Testurteil abgeben zu können. Ich testete das DryFluid Extrem Heli und das DryFluid Extreme Gear Lube, welches von Rolf Jacobs entwickelt wurde.

Was ist DryFluid?

Dryfluid ist kein gewöhnlicher Schmierstoff, sondern vielmehr ein Gleitstoff. Durch die Verwendung von Trockenpartikel, Gleitpolymere und High End-Gleitfluiden wird eine grandiose Gleitwirkung erzielt. Es bindet keinen Schmutz und reduziert die Leistungsverluste von Lagern, Wellen und Kugelkopfsystemen, was somit den Verschleiß drastisch reduziert.

Die Praxis

Ich habe Dryfluid in verschiedenen Bereichen bereits ausführlich getestet und möchte euch hier ein paar Beispiele aus der Praxis nennen.

Jeder kennt das Problem eines Heckpendelns am Heli, was überwiegend von einer schwergängigen Heckanlenkung kommt. Am 6HV hatte ich ein genanntes pendeln – hier kam DryFluid zum ersten mal zum Einsatz. Ich säuberte die Heckwelle und schmierte sie mit DryFluid, auch die Kugelköpfe wurden damit behandelt (Nur ein kleiner Tropfen – weniger ist mehr!). Dank der beigelegten Kanüle ist eine sehr genaue Dosierung möglich. Danach ging es gleich an den Testflug…das Pendeln war tatsächlich weg, was positiv auffiel: Nach ca. 100 Flügen ist die Welle immer noch nahezu Schmutzfrei.

Ich fette meine Wellen immer alle 20-30 Flüge, allerdings hatte das auch den großen Nachteil, dass diese mit der Zeit viel Staub und Schmutz anzogen. Nun habe ich alle gründlich gereinigt und mit DryFlui behandelt, selbst nach 40 Flügen war noch kein bisschen Dreck zu sehen, besonders bei der Hauptrotorwelle hat mich das sehr überrascht.

Was mich an meinem 7HV sehr störte war ein quietschendes Geräusch beim auslaufen, was durch den Riemen verursacht wurde. Hier habe ich einfach DryFluid in einer dünnen Schicht auf den Riemen aufgetragen – das Quietschen ist nun Geschichte.

Natürlich habe ich Dryfluid auch in anderen Bereichen getestet, so kam es z.B. im Reißverschluss meiner Winterjacke, die immer klemmte, zum Einsatz. Auch dem hackenden Schloss meiner Wohnungstür wurde mit DryFluid schnell geholfen. Man glaubt gar nicht wie vielfältig DryFluid ist!

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Gear Lube

Auch das Gear Lube habe ich an allen Helis seit Monaten im Einsatz und möchte euch meine Erfahrungen damit nicht vorenthalten.

DryFluid Extreme Gear Lube wurde speziell für hochbelastete Getriebe im Modellbaubereich entwickelt. Gear Lube reduziert Laufgeräusche, minimiert Leistungsverluste durch Reibung, mindert den Verschleiß und besitzt ein enormes Haftvermögen. Es wird mit einem kleinen Pinsel geliefert, welches ein gleichmäßiges verteilen auf Zahnrädern ermöglicht.

Die konsequente Weiterentwicklung von DryFluid Gear Lube finde ich ebenso sehr positiv, Rolf arbeitete eng mit Teampiloten von Henseleit zusammen, welche das Lube in den Speed TDRs bis an die grenzen ausreizten und Feedback gaben. Nun befindet es sich das fertige Endprodukt in der Version 7.

Mich selbst hat das lange Haftvermögen an meinen Hauptzahnrad des 7HVs beeindruckt, nach über 50 Flügen war immer noch eine dünne Schicht auf dem gesamten Zahnrad zu sehen. Hier unten auf dem linken Bild sieht man das Dryfluid direkt nach der applikation, auf dem rechten nach 50 Flügen.

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Fazit
Ich war sehr Skeptisch als ich von DryFluid hörte, ein hoher Preis und wie so oft versprochen “etwas ganz neues und besonderes”. Jedoch hat mich DryFluid nach wenigen Anwendungen überrascht und ich möchte es in meinem Modellbau Equipment nicht mehr missen. Danke an Rolf Jacobs für diese tolle Neuentwicklung, die hält was sie verspricht! Ich kann es nach meiner ausgiebigen Testphase mit gutem Gewissen an alle Modellbauer und die, die es noch werden wollen, empfehlen. DryFluid – Gleiten statt Schmieren !

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Eine Antwort auf DryFluid – Der Testbericht

  1. Peter Hopf sagt:

    Markus – sehr gut geschrieben. Neutral und sachlich – super !
    LG
    Peter

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